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Leitzinssitzung für Donnerstag angesetzt

Nach aktuellen Meldungen wird die Europäische Zentralbank wohl schon morgen ihre zweite Sitzung unter dem neuem EZB-Präsidenten Mario Draghi abhalten. Analysten der Oberbank bestätigten diesen Termin gegenüber Journalisten. Vom bevorstehenden EU-Gipfel am 9. Dezember in Brüssel erwarte man neue Beschlüsse zur Bekämpfung der Schuldenkrise und eine nachhaltige Wachstumsstrategie. Die EZB, dessen Eingreifen von vielen begrüßt wurde, könnte hier, wie von vielen Marktteilnehmern erwartet, mit einer weiteren Zinssenkung um 0,25 Prozent Schützenhilfe leisten.

Der Leitzins – eine Begriffserklärung

Für viele war die Senkung des Leitzinses die Nachricht des Monats. Für ein paar Tage sprach alle Welt darüber und allerorten gab man sich überrascht. Was sich eigentlich hinter diesem Begriff verbirgt und was eine Senkung des selbigen für die Anleger eigentlich bedeutet, wissen allerdings nur die wenigsten. Wie sich die Senkung des Leitzinses auf die Wirtschaft auswirken wird, können selbst Wirtschaftsexperten und Analysten nicht genau sagen. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich beim Leitzins um die generelle Zinsrate, die von der jeweiligen Zentralbank festgelegt wird. Hat man zum Beispiel gerade einen Kredit aufgenommen, zahlt man folglich mehr, doch dafür erhält man auf der anderen Seite auch mehr Zinsen für das Geld auf dem Sparbuch. Festgeld und Tagesgeld gehören ebenfalls zu den festverzinslichen Anlagen und die vergleichsweise geringe Verzinsung wird ihnen stets als Nachteil angerechnet. Nutzer dieser Anlagemöglichkeiten dürften sich also über die Senkung des Leitzinses freuen.

Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir einen Besuch auf der folgenden Webseite: http://www.swkbank.de/de/47/Festgeld

Gegen die sinkenden Renditen

Mit der unerwarteten Senkung des Leitzinses hat Draghi gleich zu Beginn seiner Amtszeit einen anderen Akzent als sein Vorgänger Trichet gesetzt, der die Zinsen zuvor zwei Mal erhöht hatte. Natürlich verlangen andere Zeiten auch andere Mittel und um der strauchelnden europäischen Wirtschaft unter die Arme zu greifen, entschied man sich für diesen jähen Schritt. Nach einer solchen Eröffnung rechnen die meisten Branchenbeobachter mit einer weiteren Senkung, zumal Draghi die Inflationsgefahr geringer einschätzt als das Risiko einer Rezession. Sollte er richtig liegen, könnte eine Zinssenkung tatsächlich ein probates Mittel sein. Zum Jahresende erwartet der frühere Goldman-Sachs-Banker eine Inflationsrate von unter zwei Prozent. Somit läge sie unterhalb der magischen Schwelle, bei der die EZB laut Statut aktiv werden soll und muss. Flexibel mit Festzinsen umzugehen und den sinkenden Renditen entgegenzuwirken, scheint eigentlich ein Wiederspruch zu sein, doch das ist ein Trugschluss. Für all jene Sparer, die sich zum Beispiel noch nicht sicher sind, ob sie bis zu der Zeit, in der wirklich attraktive Zinsen winken, nicht einen Teil ihres Kapitals benötigen, könnte sich eines der neuartigen Produkte eignen, die Festgeld und Tagesgeld miteinander kombinieren.

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